Was ist ein Motivationsschreiben?

Was ist ein Motivationsschreiben?Das Motivationsschreiben ist eine längere Variante des Bewerbungsschreibens, in dem man als Bewerber erläutert, warum der Studiengang interessant ist und warum man glaubt, dass man für das Studium geeignet ist.

Wie sollte ein Motivationsschreiben aussehen?

Hochschulen machen sehr häufig detaillierte Angaben zu Länge und Inhalt des Motivationsschreibens. Daran sollte man sich auch in jedem Fall halten. Alle weiteren Formalitäten und Angaben gelten nur, wenn die Hochschulen selbst nichts Konkretes zu den Themen sagen.

Während bei “normalen” Bewerbungen einige Bewerber das Motivationsschreiben unaufgefordert beilegen, ist es bei Bewerbungen um Studienplätze an vielen Hochschulen Pflicht. Wenn die Uni keine anderen Vorgaben macht, besteht die schriftliche Bewerbung aus einem Anschreiben und/oder einem Motivationsschreiben, dem Abiturzeugnis in beglaubigter Kopie, einem Lebenslauf sowie sonstigen Bescheinigungen, die für das Fach relevant sind (z. B. Praktikumszeugnisse).

Das Motivationsschreiben sollte länger sein als eine typische Bewerbung, aber nicht länger sein als 2,5 Seiten. Wenn die Uni keine genaueren Vorgaben macht, sind 500 Wörter ein guter Richtwert. Etwas mehr ist zwar akzeptabel, aber es sollte 750 Wörter nicht übersteigen. Man darf hierbei nicht vergessen, dass die Prüfer oft fast hunderte von Bewerbungen lesen, und dass das übertrieben viele Schreiben negativ auffallen kann.

Das Motivationsschreiben sollte keine Rechtschreibfehler enthalten. Das klingt zwar offensichtlich, ist es aber nicht. Leider enthält fast jede vierte Masterbewerbung so viele Rechtschreibfehler, dass sie von der Prüfungskommission gleich aussortiert werden. Gerade im akademischen Bereich werden Rechtschreib- und Kommafehler als Zeichen von Respektlosigkeit und mangelnden intellektuellen Fähigkeiten gesehen.

Man sollte im Motivationsschreiben auch erklären, warum man genau dieses Fach studieren möchte und warum man für das Studium besonders geeignet ist. Eine kleine – begründete! – Lobhudelei auf die jeweilige Hochschule kann in einem solchen Schreiben übrigens nicht schaden.

Wie sollte das Motivationsschreiben gegliedert sein?

Das Motivationsschreiben besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.
Bevor man anfängt zu schreiben, sollte man sich bewusst machen:

  • den Grund, aus dem man das Studium anstrebt,
  • warum man selbst besonders geeignet und motiviert ist, dieses Studium durchzuführen,
  • inwiefern die Zielhochschule und der Studiengang von den Leistung profitieren können.

In der Einleitung sollte man die ein, zwei besten Argumente voranstellen. So macht man sofort klar, was man will und wer man ist.

Man sollte sich folgende Fragen stellen:

  • was qualifiziert einen für den Master?
  • warum passt man in das Programm?
  • was motiviert einen?

 

Das zu formulieren, ist gar nicht einfach. Die beste Strategie ist es, den Einstieg erst am Ende zu schreiben, denn dann ist man sich in seinen Argumenten sicherer. Der Hauptteil nimmt den größten Teil des Textes ein. Hier beschreibt man in der Regel folgende Dinge:

  • den Grund für die Wahl des Studiengangs (oder im Fall von Abiturienten der Schwerpunktfächer)
  • die akademischen Schwerpunkte während des Bachelors sowie das Bachelorarbeitsthemas
  • eine gute Begründung, warum man den Studiengang studieren möchte
  • die beruflichen Ziele

Wichtig ist es dabei, stets das Zielstudium im Auge zu behalten. Also nur relevante Fakten nennen und mit dem Master in Verbindung bringen. Hochschulen möchten Studierende, die motiviert sind und intelligent argumentieren können. In einem Motivationsschreiben muss man daher zeigen, dass man sich mit dem angestrebten Studium auseinander gesetzt hat. Informiert man sich im Vorfeld über die Studienschwerpunkte, die Professoren, die Zusammensetzung der Studierenden, die internationalen Kooperationen, das Standing in den wichtigen Rankings, ist man auf der sicheren Seite. Aus all diesen Dingen können sich gute Argumente ergeben. Anders als der Beginn geht der Abschluss leichter von der Hand. Im letzten Absatz kann man noch einmal seine Motivation hervorheben. Am Ende bleibt eine Grußformel.